Katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow

” Wer auf Güstrower Boden einige Fuß tiefer gräbt, stößt auf katholischen Boden “, sagte einst August Niemeyer, der von 1942 bis 1968 in unserer Pfarrgemeinde als Pfarrer tätig war.
Zeugen dieser Vergangenheit sind die Vielzahl der Kirchen unserer Stadt.

Güstrow ist die Mitte von Mecklenburg, sozusagen das Herz. Und das Herz ist wichtig! Für die katholischen Christen der Stadt und des Umlandes schlägt das Herz in der Grünen Str. 23 – 25.

Als Werk moderner Baukunst und sakraler Raumgestaltung ist die Kirche in Güstrow die Seele der Pfarrgemeinde und die Heimat für die Gläubigen geworden. Hier formte sich bei der Feier des hl. Opfers und in den frohen und ernsten Feierstunden des Kirchenjahres das Leben der Pfarrgemeinde. Möge sie immer eine Stätte der Erbauung und des Segens bleiben.

      

Die Güstrower Kirche ist von Rollstuhl und Kinderwagen befahrbar, besitzt eine Lautsprecheranlage und eine Induktionschleife für Hörgeräte.

Pilger auf dem Jacobsweg können den Pilgerstempel zu den Bürozeiten im Pfarrbüro erhalten.

Zu Pfarrei gehört die Filialkirche Allerheiligen, Krakow am See.

Genauere Informationen finden Sie auf der Webseite der Gemeinde.

Gottesdienstordnung und Vermeldungen
Gottesdienstordnung und Vermeldungen

für die Woche vom  18. August bis 25. August 2019

Sonntag, 18.08.19, 20. Sonntag im Jahreskreis

10.00 Uhr Hl. Messe / Krakow
11.00 Uhr Hochamt / Güstrow – Kinderwortgottesdienst

Dienstag, 20.08.19 HL. BERNHARD V. CLAIRVAUX

08.30 Uhr Hl. Messe / Güstrow

Donnerstag, 22.08.19, MARIA KÖNIGIN

09.00 Uhr Hl. Messe / Güstrow

Samstag, 24.08.19, HL. BARTHOLOMÄUS

17.00 Uhr Beichtgelegenheit, 18.00 Uhr Hl. Messe / Güstrow

Sonntag, 25.08.19, 21. Sonntag im Jahreskreis

10.00 Uhr Hl. Messe / Krakow
11.00 Uhr Festhochamt 90- jähriges Kirchweihfest/ Güstrow

VERMELDUNGEN

für die Woche vom  17. August bis 25. August 2019

  1. Am Dienstag und Donnerstag sind die Gottesdienste zur gewohnten Zeit.
  2. Am Dienstag beginnt der reguläre Religionsunterricht zu den gewohnten Zeiten. Diese können im Schaukasten nachgelesen werden.
  3. Am kommenden Sonntag feiern wir unser 90-jähriges Kirchweihfest mit einem Festhochamt um 11.00 Uhr. Anschließend wollen wir zusammen mit den anderen christlichen Gemeinden der Stadt das ökumenische Gemeindefest feiern. Zum Aufstellen der Tische, Bänke  und Geschirr werden fleißige Helfer ab 10.00 Uhr gebraucht. Hinten liegen noch Zettel für benötigte Kuchen aus. Wer einen Kuchen backen möchte, greife bitte zu.
  1. An diesem Wochenende ist die letzte Möglichkeit, sich für die Seniorenwallfahrt nach Salem einzutragen. Busabfahrt  28.08.       Bahnhof Güstrow 8.30 Uhr  (Kosten dafür 10.00 €, werden im Bus eingesammelt)

Vorschau:

Fahrt zur Landesgartenschau nach Wittstock am 07. September – eine Liste liegt aus.

Pilgern im Pastoralen Raum am 14. September – eine Liste zum Eintragen und Infozettel zum Mitnehmen liegen aus.

Katholisches Pfarramt Güstrow
Grüne Straße 23-25, 18273 Güstrow
Tel: 03843 – 7236 0, Fax: 03843 – 7236 26
guestrow@katholisch-mv.de

Gottesdienstzeiten:

So 11.00 Uhr Heilige Messe

Mo 19.00 Uhr Heilige Messe am ersten Montag im Monat

Di  08.30 Uhr Heilige Messe 2.,4.,5. Dienstag im Monat

Do 09.00 Uhr Heilige Messe 1.,3.,5. Donnerstag im Monat

Sa 18:00 Uhr Heilige Messe

Beichtzeiten: 

Samstag von 17.00 Uhr bis 17.45 Uhr

Pfarrbüro:

Montag, Dienstag und Freitag: 8 – 12 Uhr
Donnerstag: 8 – 12 und 14 – 17 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten, ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

In der Zeit von 11.07. – 31.07. bleibt das Pfarrbüro wegen Urlaub geschlossen.

Pfarrsekretärin: 
Agnes Mastaler
guestrow@katholisch-mv.de

Gruppen und Angebote der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow
Katholische Filialkirche Allerheiligen Krakow am See
Neues aus Allerheiligen Krakow am See - Gottesdienstordnung und Vermeldungen
Geschichte der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow
Gruppen und Angebote der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow

Die Kontaktdaten der Ansprechpartner erhalten Sie bei uns im Pfarrbüro.

Frohe Herrgottstunde 

Jeden Mittwoch zwischen 7:30 und 16:00 Uhr treffen sich unsere Jüngsten in den Räumen der Güstrower Kirchengemeinde.

Ansprechpartnerin: Frau Mastaler

Vorbereitung Erstkommunion und Firmung

Die Vorbereitungen finden immer im Wechsel statt. Die Erstkommunion kann in der 3 oder 4 Klasse wahrgenommen werden, die Firmung in der 9 oder 10  Klasse.

Alle 2 Jahre nach der Erstkommunion gibt es im Anschluss den Vorbereitungskurs für die Messdiener. Den Ministrantenplan findet ihr unter: https://www.katholische-kirche-guestrow.de/download/miniplan.pdf

Hauskreise

Es gibt verschiedene Haus- und Familienkreise. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Frau Mastaler im Pfarrbüro. Es besteht immer die Möglichkeit einen neuen Kreis zu gründen.

KFD- Güstrow

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands hat eine Regionalstelle in Güstrow. Es finden regelmäßig Vortragsabende statt.

Ansprechpartnerin:

Martha Poppenberg MP1955@web.de

Gemeindeabende Güstrow

In regelmäßigen Abständen findet Dienstagabends ab 19.00 ein Gemeindeabend in Zusammenarbeit mit dem Thomas-Morus-Bildungswerk statt.

Der ökumenische Chor der Gemeinde probt Montagabends ab 19.30 Uhr.

Ansprechpartner: Frau Axtmann

Der Singekreis in Krakow am See trifft sich Mittwochs 19.30 Uhr.

Ansprechpartnerin: Lucia Dirks

Der Verein zur Förderung religiös motivierter Kunst (VRK) ist verantwortlich für die Galerie Güstrow in der Besserstraße 1, ein fester Bestandteil der Kultur- und Kunstlandschaft der Stadt Güstrow. Dort finden Ausstellungen, Lesungen, Vorträge und Seminare statt.

Katholische Filialkirche Allerheiligen Krakow am See

Im Sommer 1946 kamen die ersten großen Transporte Vertriebener aus den Sudetengebieten nach Mecklenburg und auch nach Krakow. Sie bildeten den größten Teil der nun entstehenden selbstständigen Seelsorgestelle Krakow. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Herkunftsgebiete der Gemeindemitglieder hatte jeder auch seinen ” eigenen Heiligen ” mitgebracht. So einigte man sich schließlich auf den Namen ” Allerheiligen “.

Im Jahr 1986 erfolgte der Kirchenneubau unserer Allerheiligenkirche, der bereits 1987 mit viel persönlichem Einsatz der Gemeindemitglieder fertig wurde. Die Kirchweihe fand am 3. Mai 1987 durch den Schweriner Bischof Heinrich Theissing statt.

Gottesdienste:

So 10.00 Uhr Heilige Messe gerade Kalenderwoche
Fr  09.00 Uhr Heilige Messe 2. Freitag im Monat

Neues aus Allerheiligen Krakow am See - Gottesdienstordnung und Vermeldungen

Gottesdienste:

für die Woche vom  18. August bis 25. August 2019

Freitag, 23.08.          Keine Heilige Messe!

Sonntag, 25.08.         10.00 Uhr     Heilige Messe

In der kommenden Woche finden in unserer Kirche Malerarbeiten statt. Daher ist am Freitag keine Heilige Messe.

Am kommenden Sonntag feiert  die Gemeinde in Güstrow ihr 90-jähriges Kirchweihfest mit einem Festhochamt um 11.00 Uhr. Anschließend findet dort das ökumenische Gemeindefest mit dem Thema „90 Jahre … und viel mehr“ statt. Dazu sind alle herzlich eingeladen.

Sonstiges:

Mittwoch             28.08.     Seniorenwallfahrt nach Salem

8.30 Uhr   Abfahrt Bus vom Bahnhofsvorplatz Güstrow

10.00 Uhr   Heilige Messe in Salem

14.45 Uhr   Andacht, anschl. Kaffee

16.00 Uhr   Rückfahrt

Kosten für den Bus 10,00 € – wird im Bus eingesammelt, Anmeldeschluss ist heute

Vorinformation:

Am 07. September organisiert die Gemeinde Güstrow einen Tagesausflug zur Landesgartenschau nach Wittstock.

Am 14. September gibt es wieder ein Pilgern im Pastoralen Raum.  Handzettel liegen aus.

Bei Interesse tragen Sie sich in die beiden ausliegenden Listen ein.

Geschichte der Pfarrei Mariä Himmelfahrt Güstrow

Von den Anfängen unserer Gemeinde

Auf die Frage: “Ob er denn nicht regelmäßig Gottesdienst in Güstrow halten könne?”, soll der damalige Rostocker Pfarrer Ludwig Brinkwirth (*1850 – † 1901) geantwortet haben, ” wenn sie zwölf Katholiken zusammenbrächten, so wolle er einen Gottesdienst in Güstrow halten “.

Ab dem 09. August 1885 wurde dann wieder erstmals in der Stadt katholischer Gottesdienst regelmäßig gefeiert. 1891 bat Pfarrer Brinkwirth den Rat der Stadt um die Überlassung eines größeren Raumes, was ihm auch gestattet wurde. So fanden die Gottesdienste fortan in einem der größeren Klassenzimmer der Schule am Heilig-Geisthof statt. Der Altar blieb dort ständig stehen, er wurde nur mit einem Tuch verhängt, und im Treppenaufgang stand ein Schrank (er wird heute noch als Devotionalien-Schrank benutzt), in welchem die für den Gottesdienst notwendigen Gegenstände aufbewahrt wurden, so dass nur Kelch, Hostien und Wein mitgebracht werden mußte.
Die den Gottesdienst zelebrierenden Geistlichen (Meyer, Strassberger und Hemesaat) gaben auch den Kindern eine Religionsstunde wöchentlich.
Aber erst im Jahre 1903 war den Katholiken dann endlich die öffentliche Religionsausübung zugestanden worden, womit auch die Befugnis verbunden war, “Kirchen mit Turm und Glocken” zu errichten.
Die Weichen für unsere neue Gemeinde wurden aber bereits am 11.September 1911 gestellt, als der Osnabrücker Bischof Dr. Hubert Voß einen eigenen Kirchenvorstand für Güstrow eingesetzt hatte. Es waren der Kaufmann Nikolaus Liepeit aus Güstrow und der Vorschnitter Felix Zielke aus Lüssow.
Auf Veranlassung von Pastor Leffers wurde 1912 auch der katholische Männerverein gegründet, der anfangs aus nur 8 Männern bestand. Die Planungen für einen Kirchenneubau liefen nun ebenfalls, als 1914 der Ausbruch des 1. Weltkrieges alle Hoffnungen wieder zerstörte.


In den ersten Wochen des Krieges (noch 1914) wurde auf der Bockhorst ein großes Kriegsgefangenenlager angelegt (IX.-AK.), das ca. 10.000 Gefangene aus Frankreich, Belgien, Russland und England beherbergte. Das Lager wurde von einem Landsturm-Btl. aus Seligenstadt in Hessen bewacht, und von dem Lagerverwalter Herrn Siefken geleitet. Dieser verwaltete bis zu seiner Pensionierung 1921 auch das danach (ab 1919) hier existierende Heimkehrerlager, das vor allem für die Flüchtlinge aus Posen / Westpreußen, aber auch aus dem Baltikum bestand.

Die Seelsorge der hier inhaftierten Kriegsgefangenen oblag in den ersten Monaten dem im Nebenamt die Militärseelsorge ausübenden Pastor Wilhelm Leffers aus Rostock. Sie war aber durch die große Entfernung sehr erschwert.
Die Gefangenen waren anfangs in großen Zelten untergebracht, in denen auch einmal Gottesdienst mit Gelegenheit zum Sakramentenempfang abgehalten wurde.
In der Folgezeit besuchte der Rostocker Vikar Heinrich Hemesaat jede Woche am Donnerstag die Lazarette des Lagers und hielt dann nachmittags in Güstrow den Religionsunterricht für die Kinder. Da die Zahl der Gefangenen immer mehr wuchs, beantragte Pastor Leffers beim damaligen Militär-Oberpfarrer Pawlicke in Hannover die Anstellung eines Militärpfarrers im Lager, was auch bewilligt wurde.
Der erste Militär-Pfarrer H. Bayer wurde nach einigen Monaten wieder versetzt und durch Pater Johannes Fischer abgelöst.

Pater Johannes Fischer war ein Herz-Jesu-Priester, stammte aus Sittard und arbeitete als Missionspfarrer in Südamerika. Während seines Urlaubes in Deutschland wurde er durch den Kriegsausbruch an der Heimreise nach Brasilien gehindert und arbeitete dann als Militär-Pfarrer bis zum Kriegsende im Lager Bockhorst.
Außer seinem Dienst half er auch in der Zivil-Seelsorge, oder wenn Kranke zu versehen waren. Nach dem Kriegsende ist er dann in das Missionsgebiet seines Ordens nach Brasilien zurückgekehrt.

Im Gefangenenlager diente ihnen eine 20 x 10 m große Baracke als Kirche. Die Gefangenen bauten dann auf eigene Kosten auf der Baracke ein Türmchen, für das der Bonifatius-Verein eine Glocke leihweise zur Verfügung stellte (sie läutet noch heute bei uns zum Gottesdienst).

 

Am 8. April 1919 teilte der Magistrat der Stadt Güstrow dem Kirchenvorstand mit, dass er ” einem dringenden Wunsch des Bürgerausschusses folgend, sowie unter Anerkennung der in dem Gutachten hervorgehobenen Bedenken ” sich außerstande sähe, den Schulraum in der Mädchenfreischule weiter zur Abhaltung des Gottesdienstes überlassen zu können. In dieser Lage stellte uns Pastor Barth von der evangelischen Domgemeinde den Saal ihres Gemeindehauses an der damaligen Plauer Straße zur Verfügung.
Dies war aber durchaus keine Dauerlösung, und so wurde der Neubau einer Kirche wieder besonders aktuell. Durch die dann aber einsetzende Inflation, zögernde Kauf- und Genehmigungsverhandlungen behindert, beschloss man erst einmal eine der alten Militärbaracken des aufgelösten Gefangenlagers zu kaufen (nicht die ursprüngliche Kirchenbaracke) und sie in der Grünen Straße aufstellen zu lassen.
Diese Baracke wurde dann am 11. September 1919 für 2250 Mark von der Militärverwaltung gekauft, aber durch Verzögerungen beim Abbruch – einen Bauarbeiterstreik – Transport und Wiederaufbau verteuerte sich das Ganze auf 17451,83 Mark.

Am 22. Dezember 1919 stand sie dann aber endlich in der Grünen Strasse.

Für die Ausstattung spendete die Mutterpfarrei Rostock den früher in der “Alten Flora” benutzten Altar, 6 Kirchenbänke, 2 lebensgroße holzgeschnitzte Figuren – Maria und Josef mit Sockel (noch heute bei uns in der Kirche zu sehen) – sowie die bis zum Kirchbau in Rostock benutzte Kommunionbank. Als Seitenaltar wurde der in der Kirche des Gefangenenlagers benutzte Altar mit dem nun bei uns in der Kirche befindlichem Bild der “Immerwährenden Hilfe” aufgestellt (ihn hatte der erste Militärpfarrer des Gefangenenlagers Bayer aus Aachen geschenkt bekommen). Auf der anderen Seite wurde ein Herz-Jesu-Altar errichtet.
Unbeschreiblich groß war daher dann die Freude der Güstrower Gemeinde, als am 1. Weihnachtstag 1919 der Weihnachtsgottesdienst in dieser ersten eigenen Kirche nach der Reformation stattfand. Viele Gläubige eilten mit Laternen und Kerzen herbei, um bei der Dunkelheit doch noch dem Gottesdienst beiwohnen zu können. In einem freudigen Te Deum dankte die Gemeinde Gott dafür, dass nun der Gottesdienst in einem eigenen Kirchlein abgehalten werden konnte.
Angesichts der Einfachheit ihrer neuen Kirche mögen sich vielleicht einige an die Worte von Otto Rietmüller erinnert haben. “Irdische Tempel braucht Gott nicht, Dome, die Meister erbauen. Schatten sind sie von seinem Licht, welches kein Auge kann schauen …”

Zum 1. April 1920 erhielt Güstrow dann auch endlich einen eigenen Geistlichen, jemanden den sie schon kannten. Es war der Vikar aus der Rostocker Christus-Gemeinde Heinrich Hemesaat, der nun Pastor in Güstrow wurde.

Am 17. April 1920 fuhr Pastor Heinrich Hemesaat in Begleitung von Pastor Leffers und dem Kirchenvorstandsmitglied von Rostock, Paul Degenhardt, nach Güstrow. Schon am Bahnhof erklang dem neuen Pastor das Läuten des Glöckleins der Notkirche als Willkommensgruß entgegen.
Was sich am Werktag-Morgen frei machen konnte, war zur Kirche gekommen um ihn zu begrüßen.

Unter der Leitung von Herrn Flügel und seiner Frau hatte die Gemeinde das Gotteshaus mit Lorbeerbäumen und Blumen geschmückt und der neue Pastor hielt dann sein erstes Hochamt bei uns.
Aus den drei Städten Güstrow, Bützow und Krakow, sowie 168 Ortschaften, die von der Pfarrei Rostock abgetrennt wurden, bestand nun die neue Pfarrei Güstrow.
Die nächste Sorge des Geistlichen war nun, eine Pfarrwohnung zu bekommen. Aber bei der damals bestehenden Wohnungsnot und den Wohnungsgesetzen wurde die Erlaubnis zur Beziehung einer Wohnung nur den in Güstrow Wohnungssuchenden gegeben. Für den Anfang tat es eine möblierte Wohnung, die er bei der Witwe des verstorbenen Kreisphysikus Dr. Habermann fand. Anfang 1921 ergab sich dann die Gelegenheit, das Haus Besserstraße Nr. 1 für 80.000 Mark zu kaufen.
Die Arbeit in der Gemeinde war durch den Zuzug von Gläubigen aus den Abstimmungsgebieten des 1. Weltkrieges so umfangreich geworden, dass ab 1924 ständig ein Hilfsgeistlicher (Kaplan oder Vikar = 2. Kaplan) eingesetzt werden musste.

Bereits seit 1914 geplant, begann der Bau der heutigen Kirche jedoch erst im Dezember 1928. Die Kirchweihe fand dann am 25. August 1929 statt.

Katholische Kirche Bützow Güstrow Matgendorf Teterow
Katholische Kirche Bützow Güstrow Matgendorf Teterow

Auf dem Weg zur eigenen Kirche

Bereits im März 1914 hatte der Maurermeister Rudolf Schultz eine erste Skizze für den Bau der neuen Kirche in Güstrow fertiggestellt, als der ausbrechende Krieg diese Pläne jedoch vereitelte.
Der Architekt Anton Berger, seit 1921 Mitglied des Kirchenvorstandes, der sich privat auch schon länger mit dem Kirchbau beschäftigt und mancherlei Entwürfe angefertigt hatte, machte dem Kirchenvorstand dann 1928 die Mitteilung, dass er mit dem Laager Architekten Paul Korff überein gekommen sei, sich für die Zeit des Kirchbau`s (1928 / 29) zu der Firma Korff-Berger zusammenzuschließen und Pläne und Ausführung des Kirchenbaues zu übernehmen.Paul Johannes Adolf Korff wird als Sohn des Maurermeisters und Senators Friedrich Korff am 25. Oktober 1875 in Laage geboren. Seine Fachausbildung erhält er am Technikum in Neustadt (Glewe). Um 1897 arbeitet er im Büro von Gotthilf Ludwig Möckel in Bad Doberan, für den er auch die Bauleitung beim Bau der Trinitatiskirche in Hainichen (Sachsen) übernimmt. Etwa 1901 macht er sich selbständig und arbeitet zunächst in Sozietät mit Alfred Krause in Rostock, bevor er sich 1903 als Architekt in Laage niederlässt.
Von seinem Schaffen künden die Hotels “Stadt Waren” und “Zur Goldenen Kugel” in Neubrandenburg, Guts-/ und Herrenhäuser in Stubbendorf, Badow, Wendorf, Zarnekow, Pötenitz, Moisall …, Schlösser wie Vollrathsruhe, Plathe und Speck in Pommern oder der Neubau des Haupttraktes vom Schloss Bellin (1911/12) für den Reeder Henry B. Sloman aus Hamburg).
Aber auch viele Wohn-/ und Geschäftshäuser wie das Krankenhaus in Laage, das Verwaltungsgebäude der Neptun-Werft in Rostock, das Kaufhaus Schlüter in Rostock oder 1914 der Umbau des Kaufhauses Nathan in Krakow am See waren sein Werk.
In Güstrow waren es 1912 das Haackert`sche Wohnhaus am Bahnhof, das Verwaltungsgebäude Böckmann & Co in der Neuen Straße (2005 abgebrannt), das ehemalige Landhaus von Dr. Heilmann (Heilmann`shöh) – heute befindet sich das Landesförderzentrum für Gehörlose dort (Plauer Chaussee) und unsere Kirche.
Am 2. Mai 1945 wählt P. Korff zusammen mit seiner zweiten Frau den Freitod. In den Wirren dieser Tage sind viele Tote zu bestatten, und so finden beide ihre letzte Ruhe nicht in der Korff ‘schen Familiengruft, sondern in einem anonymen Massengrab.

Mit Zustimmung des Bischofs erteilte der Kirchenvorstand dann dieser Firma den Auftrag, einen Plan zu entwerfen und später den Kirchbau zu leiten. Da auf dem Grundstück in der Grünen Strasse nicht nur die Kirche, sondern auch das Pfarrhaus und ein Pfarrheim gebaut werden sollte, galt es zunächst den Lageplan der einzelnen Gebäude festzulegen, wenn auch vorläufig nur die Kirche gebaut werden sollte. Als günstigste Lösung schien der Plan, die Kirche an der Baufluchtlinie der geplanten Straße soweit zurückzulegen, daß links vor der Kirche noch Pfarrhaus und Pfarrheim gebaut werden konnten. Das hatte auch den Vorteil, dass während des Baus die Barackenkirche weiter benutzt werden konnte.

Den ersten Anlauf machte ein Entwurf von Korff und Berger im Januar 1928. Es war die hier abgebildete dreischiffige Kirche. Der Entwurf wurde aber als zu kostspielig in der Ausführung verworfen.
Auf diesen Entwurf bezog sich der Osnabrücker Bischof Wilhelm Berning als er bei der Einweihung der Kirche sagte: ” Ursprünglich habe man in Güstrow ja große Pläne gehabt und beinahe eine kleine Kathedrale bauen wollen, da aber die Mittel nicht gereicht hätten, habe man sich begnügen müssen mit einem kleineren Bau. ”

Aus Kostengründen wurde dann von Paul Korff im August 1928 ein Entwurf mit einem Lamellendach, System Zollinger, gemacht, da solche Bauten nach Angabe des Generalvorstandes des Bonifatiusvereins den Bau bedeutend verbilligen würden. Der Kostenvoranschlag für diesen Plan belief sich auf 62 000 RM, wobei zu berücksichtigen ist, dass nach den vorgenommenen Bohrungen der Baugrund sehr schlecht war (Torfschichten bis zu 4 Meter stark) und die Fundierung sich so verhältnismäßig teuer stellte.
Dieser Plan wurde dann genehmigt und die Arbeiten ausgeschrieben.

Am 29.4.1929 erteilte der Bischof dem Pfarrer Msgr. Brüx aus Schwerin die Vollmacht, den Grundstein der Kirche zu weihen und zu legen. Am 5. Mai 1929 fand dann die Feier der Grundsteinlegung statt.Nachdem die baupolizeiliche Genehmigung erteilt worden war, wurde bereits im Dezember 1928 mit den ersten Fundierungsarbeiten begonnen. Ein Grundpfeiler war bereits fertig, als der strenge Winter 1928 / 29 einsetzte, der es erst im April 1929 erlaubte, die Arbeiten fortzusetzen.

Ein mächtiges Kreuz aus schweren Bohlen gezimmert ragte an der Stelle empor, wo einmal der Altar stehen sollte. Zu Füßen des Kreuzes war ein provisorischer Altar errichtet, auf dem Pfarrer Brüx, der auch die Fest- predigt hielt, dann das erste Levitenamt in Güstrow unter Assistenz von Pfarrer Dorfmüller (Waren) und Kaplan Wippern (Güstrow) feierte.

Luftbildaufnahme des Kirchengeländes aus dem Jahr 2006
– unten links = Pfarr- und Schwesternhaus
– oben links = Gemeindehaus
– oben rechts = Kirche.
(Foto: Astrid Bartels)

Viele Güstrower Baufirmen und Handwerker ließen in tatkräftiger Zusammenarbeit die Kirche in nur acht Monaten erstehen.
Die Maurerarbeiten wurden von den Firmen Kasch und Feine, die Zimmermannsarbeiten (das Lamellendach) von Eilmann & Co., die Tischlerarbeiten von der Firma Teßmer, die Klempnerarbeiten von Firma Naumann, die Glaserarbeiten von Firma Kuhlmann, die Malerarbeiten von Beck und die elektrische Lichtanlage von den Firmen Lüth und Wilken ausgeführt. Firma Gielow fertigte die Kunstschmiedearbeiten (Kreuz, Sakristeifenster, die ehemaligen Kommunionbanktüren) an. Sämtliche Firmen sind aus Güstrow gewesen.

Am 22. Juni teilte der Bischof auf Anfrage mit, dass er bereit sei, die neue Kirche gleich nach der Fertigstellung zu weihen. Man setzte als Tag der Konsekration den 25. August 1929 fest.
Die Kirche ist geweiht unter dem Titel ” Mariä Himmelfahrt “. Im Hochaltar sind eingeschlossen die Reliquien der thebäischen Märtyrer und des Hl. Simplicius.


Bis ins Jahr 1977 hinein säumten auch noch zahlreiche Pappeln den Weg von der Strasse zur Kirchentür, mussten dann aber dem Bau des neuen Schwesternhauses weichen.


Im Dezember 1937 war dann auch mit dem Bau des alten Gemeindehauses begonnen worden, das von Kaplan Leffers gestiftet, am 19. Mai 1938 eingeweiht werden konnte. Mit seinen beiden Räumen, getrennt durch eine Schiebewand und der aufklappbaren Bühne, war es jahrzehntelang ein großer Gewinn, musste aber dann 1996 aus baulichen Gründen dem heutigen Gemeindehaus weichen.


Am 15. Juli 1946 trafen die ersten Marienschwestern bei uns in der Gemeinde ein. Als Wohnung wurde Ihnen ein kleines Zimmer im Pfarrheim zugewiesen. Ab 1949 zogen sie dann nach und nach in das Wohnhaus Grüne Str. 23-24, das auch zum Grundstück der Gemeinde gehörte.
Nach einem Umbau 1958-59 bewohnten die Schwestern dann die ganze untere Etage im Haus.

Im Frühjahr des Jahres 1977 wurde mit dem Bau des neuen Schwesternhauses begonnen. Der Baugrund wurde geprüft, der Bauplan endgültig entworfen und genehmigt, und man begann mit dem Abreißen des alten Hauses. Auch die Lindenbäume vor dem Haus mussten fallen und später dann auch die Pappeln vom Kirchplatz. Während der einjährigen Bauzeit wohnten die Schwestern in einer um die Ecke liegenden Wohnung in der Walkmühlenstraße 22. Der Umzug der Schwestern in das neue Haus war dann am 21.05.1979.
Im Jahr 1995 stand bereits die erste Sanierung des Schwesternhauses und seit 1994 auch Pfarrhaus an.

Bis heute ist das Haus Pfarr-, Schwestern- und Wohnhaus, denn es beherbergt auch drei weitere Wohnungen, die zum Teil von Gemeindemitgliedern bewohnt werden.

Im Zuge der beginnenden Kirchensanierung 2008/2009 wurde auch links neben der Kirche einiges verändert. Die alten Heizungs- und Sakristeiräume wurden umgebaut und saniert und es kam ein Beichtraum-Anbau hinzu. Dieser ersetzt nun die bis dahin als Beichtraum genutzte rechte Sakristei und die bis zum Jahr 2000 benutzten Beichtstühle hinten rechts und links.
Der Zugang zum Beichtraum befindet sich hinten links.

Gottesdienstübersicht

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